Die Vormittage im DKSB-SchülerInnenbüro

Zu einem wichtigen Angebot des DKSB-SchülerInnenbüros in Lehrte gehört die offene Kinder- und Jugendarbeit.

Kontinuität zeichnet unsere Arbeit seit dem 1.2.1994 in der Südstraße aus. Wir werden um Hilfe gebeten und mischen uns in Konfliktsituationen ein. Das ist nicht nur für uns, sondern auch für viele Kinder und Jugendliche inzwischen selbstverständlich.

Das SchülerInnenbüro ist

Montag bis Freitag

von

12.15-13.30 Uhr geöffnet.

An jedem dieser Vormittage kommen zwischen 20 bis 50 (durchschnittlich ca. 35) Kinder und Jugendliche. Wie viele kommen, ist abhängig vom Wetter, dem Krankenstand der LehrerInnen und unserem Angebot.

Betreut werden die Kinder von einer hauptamtlichen und (möglichst) einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin mit einem Bastel- oder Spiel-Angebot. Dazu dürfen die Computer genutzt werden. Dann wird noch geklönt, gealbert, über den Vormittag in der Schule oder auch über Hausaufgaben geredet, aber auch gestritten und über Verhalten von SchülerInnen und LehrerInnen diskutiert. Wer Probleme hat, kann die mal kurz in der „Küche“ besprechen und im besonderen Fall verabreden wir uns dann außerhalb der Öffnungszeiten.

Alle Kinder sind unsere Gäste, sie werden bedient. Es gibt Kakao, Tee und je einen Keks beim Kommen und zum Abschied, aber auch, für Hungrige, ein Quarkbrot.

„Unsere Kinder“ kommen gern, halten sich an die Regeln (keine Gewalt, auch keine verbale) und gehen mit den Mitarbeiterinnen und der Einrichtung pfleglich um. Bei nicht so gutem Benehmen und bei Regelverstößen muss auch mal ein Gast das Büro verlassen. Darüber wird öffentlich Buch geführt.

Bei Konflikten außerhalb unseres Büros mischen wir uns ein, versuchen zur Deeskalation beizutragen und haben so schon manchen Stress für Kinder vermeiden können. Gelegentlich flüchtet sich ein „Opfer“ zu uns, wir sind immer auf Seiten des Opfers und lassen den/die „Täter/in“ nicht rein.

Manchmal ist es sehr voll, sehr laut und auch sehr hektisch nach 12.15 Uhr. Es müssen alle Rücksicht auf einander nehmen und das übt. Aber nach einem stressigen Arbeitstag sind auch Erwachsene nur bedingt sozial und freundlich, oder?